Lerntherapie Konzept

Lerntherapie Konzept für Legasthenie & Dyskalkulie

Förderung von Kindern und Jugendlichen mit besonderen Schwierigkeiten beim Rechnen, Lesen und Rechtschreiben

Pädagogische Grundprinzipien

Mein Lerntherapie Konzept stellt das Kind als ganzheitliches Wesen in den Mittelpunkt der Förderung. Anhand vorhandener Diagnosen und Gutachten sowie eigener Diagnostik erfasse ich die aktuelle Lernhaltung, den psychosozialen Zustand sowie den genauen Leistungsstand des Kindes. Die einzelnen Wahrnehmungsbereiche, Raum-Lage Orientierung, Motorik, Kognition, die Konzentrationsfähigkeit und die Lernmotivation werden überprüft. Diese Erkenntnisse bilden die Grundlage für einen Therapieplan, der in Teilziele aufgegliedert und regelmäßig dokumentiert wird.

Ziel einer Lerntherapie

Lerntherapie KonzeptMein oberstes Ziel ist es, die Motivation des Schülers zum Rechnen, Lesen- und Schreibenlernen, die oft durch fehlende Erfolge, bzw. durch Frustrationserlebnisse in der Schule, verlorengegangen ist, wiederherzustellen. Erst durch die Wiederherstellung der positiven Lernstruktur sind Erfolge möglich, lohnen sich Engagement und Anstrengung und können Fehler wieder verkraftet werden. Sprachliche, psycho-emotionale (kindliche Lebensgeschichte, familiäre Situation) und sensomotorische Aspekte werden im Blick behalten. Das Kind erhält die Chance, sich unabhängig vom aktuellen Schulstoff, ohne jeden Leistungsdruck und nicht symptomorientiert den jeweils notwendigen Förderbereichen zu widmen und so auch ein möglicherweise angegriffenes Selbstwertgefühl wieder zu stabilisieren. Das Einbeziehen der Eltern in das methodisch-didaktische Konzept ist ein wichtiger Bestandteil für eine erfolgreiche Arbeit.

Lerntherapie Konzept: Arbeiten im Einzelkontakt

Ich arbeite im Einzelkontakt, um möglichst schnell Lernerfolge zu erzielen. Grundsätzlich setzt die Förderung an den Lernvoraussetzungen des Kindes an, streicht seine Fähigkeiten heraus und arbeitet an der Wiederherstellung seines Selbstbewusstseins. Dies kann zu Beginn der Therapie durch den Einsatz spielerischen Materials geschehen, durch Malen, Videoaufzeichnungen, Selbstdarstellungen und Selbsteinschätzungen der eigenen Lernvoraussetzungen, um eine Motivation aufzubauen. Dieses Vorgehen unterscheidet sich grundlegend vom schulischen Deutsch- und Mathematikunterricht. Ziel ist es, den Leistungsdruck des Kindes zu verringern, Grundlagenwissen zu vermitteln und ein motivierendes Lernklima zu schaffen.

Ein Kind braucht Erfolgserlebnisse

maedchen-matheDie Förderung des lese-rechtschreib- oder rechenschwachen Kindes beginnt immer auf einem Leistungsniveau, auf dem Erfolgserlebnisse erzielt werden können. Keinesfalls findet für die Lerntherapie immer eine Orientierung am Klassenstoff statt, dies wird mit den Eltern und den Lehrkräften klar besprochen. Die Anwendung des Nachteilsausgleichs bis hin zum Notenschutz in Deutsch (und in der Grundschule auch in Mathematik) wird angestrebt und unterstützt.

Die Materialien werden am Kind ausgerichtet

Je nach Ausprägung der Teilleistungsstörung und nach Interesse des Kindes kommen in der Lerntherapie vielfältige Materialien und Methoden zur Anwendung. Da Kinder unterschiedlich lernen und sich Art und Umfang der Defizite voneinander unterscheiden, muss das individuelle Lerntherapie Konzept für jedes einzelne Kind erst erarbeitet werden. Mein Therapiespektrum reicht aus diesem Grund von interessen- und bedürfnisorientierten Angeboten über das Heranführen an die Notwendigkeit des Schriftsprachgebrauchs, der Lesefähigkeit und der Rechenkompetenz bis letztlich hin zum konkreten Einüben von Grundrechenarten, Lesestrategien, Lerntechniken, Syntax, Semantik und Orthographie.

Das Lerntherapie Konzept basiert auf Vertrauen und Wertschätzung

Lerntherapie Konzept

Durch die Vermittlung von Erfolgserlebnissen und dem Aufbau einer vertrauensvollen, kontaktzentrierten Beziehung zwischen Kind und Lerntherapeut fasst das Kind neues Zutrauen in seine Fähigkeiten. Der Förderungsverlauf wird durch gemeinsames Vorgehen aller am Prozess beteiligten Personen positiv beeinflusst. Wenn eine Lernmotivation geschaffen werden kann und in absehbarer Zeit Fortschritte sichtbar werden, so ist der Ansatz erfolgversprechend und wird fortgesetzt. Wird jedoch deutlich, dass eine Förderung bei dem Kind nicht greift, so werden in Absprache mit den Eltern und eventuell auch mit beteiligten Institutionen andere Lösungsmöglichkeiten gesucht. Hierbei stehe ich den Eltern mit fachlicher Beratung und Unterstützung zur Seite.

Ursachen für Legasthenie und Dyskalkulie

Die Ursache für Schwierigkeiten beim Erlernen des Rechnens, Lesens und des Schreibens sind multikausal. Sowenig die Forschung eine einheitliche Ursache für diese Teilleistungsstörung gefunden hat, so vielfältige Ursachen lege ich meinem Ansatz zugrunde. Medizinische Ursachen, soziale Komponenten, pädagogische oder psychologische Erklärungen können einzeln oder in Kombination der Grund für das Auftreten einer Teilleistungsstörung sein.

Rahmenbedingungen

Die Lerntherapie findet 1 oder 2 Stunden (à 45 Minuten) wöchentlich an festen Terminen statt. Sie wird durch Eltern- und eventuell durch Lehrergespräche begleitet.

Über den Inhalt und Verlauf der Förderung werden Protokolle oder Berichte erstellt. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten mit vorhandenem Material, zusätzliche Kosten entstehen den Eltern nicht.

 Diagnostik

Zur Abklärung des Vorliegens einer Legasthenie oder einer Dyskalkulie werden je nach Bedarf folgenden Diagnostikverfahren angewendet.

  • allgemeine Schulreife: Bettinger/Ledl
  • Rechtschreibung: Hamburger Schreibprobe
  • Rechtschreibung: Münsteraner Rechtschreibanalyse
  • Rechnen: Heidelberger Rechentest
  • Lesen: ELFE Lesetest
  • Lesen: Stolperwörtertest

Kooperation von Elternhaus und Schule

Ich gehe von einer multikausal begründeten und individuell sehr unterschiedlich ausgeprägten Problematik aus. Aus diesem Grund werden individuelle Therapiepläne entwickelt, die generell darauf abzielen, die positiven Ressourcen des Kindes zu mobilisieren, um auf dieser Basis geeignete Lernstrategien zu entwickeln. Um dies realisieren zu können, ist das Kind auf ein positives Lernumfeld in Familie und Schule angewiesen. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit einer Zusammenarbeit mit den Eltern und Lehrkräften.

In der Elternarbeit sehe ich als Grundhaltung meine Loyalität zum Kind und die Wertschätzung der geleisteten Erziehungsarbeit. Davon ausgehend, dass das Kind eine Teilleistungsschwäche hat und Hilfe bei der Bewältigung benötigt, nehme ich eine klare Position für die Bedürfnisse und Rechte des Kindes ein. Den Eltern, die nicht selten selbst einem hohen Druck durch die Anforderungen der Schule ausgesetzt sind, werden Hilfestellungen und Anleitungen gegeben, um das Kind sinnvoll zu unterstützen.

Sie werden darin bestärkt, ihr Kind positiv zu bewerten und in seiner schulischen Entwicklung zu stärken. Die Teilleistungsschwäche des Schulkindes soll nicht mit ihren Auswirkungen die positiven Seiten der Gesamtpersönlichkeit des Kindes überschatten.

Material / Methoden

Grundsätzlich sind die Methoden und das Arbeitsmaterial genauso vielfältig wie die Fehler bei Kindern mit Legasthenie oder Dyskalkulie. LRS-spezifisches Material von Kleinmann, Schulte-Körne, Reimann-Höhn, Küspert-Schneider, Balhorn / Büchner, Findeisen u.a. wird in der Therapie ebenso verwendet wie individualisierte Arbeitsblätter und Geschichten, soweit sie den lerntherapeutischen Richtlinien entsprichen. Im Bereich Mathematik nutze ich zum Aufbau der Mengensicherheit im Zahlenraum 10, 100 und 1000 u.a. Montessori Materialien, die Wasserglasmethode von Schlotmann, das Logico System, abwechslungsreiches Material aus dem Alltag (Perlen, Büroklammern, Lego-Steine u.a.) sowie vielfältige Materialien aus aktuellen Arbeitsbüchern, zum Beispiel von Dast, Gührs u.a.

 Ziel der Förderung

Aufgrund der Tatsache, dass die Fähigkeiten des Rechnens, Lesens und Schreibens als sogenannte Kulturtechniken in Schule und Gesellschaft eine sehr hohe Bewertung erfahren, können die oft tiefgreifenden Frustrationserlebnisse, die für das betroffene Kind mit einer unbehandelten Legasthenie oder Dyskalkulie verbunden sind, zu schwerwiegenden psychosozialen Folgen führen.

Ich will die bestmögliche Förderung für jedes Kind anbieten und ihm Handlungskompetenz, strategisches Wissen, emotionale Sicherheit und einen optimalen, selbstbewussten Umgang mit seiner Lese-Rechtschreibschwäche oder Rechenschwäche ermöglichen.

Darüber hinaus strebe ich an, dem Kind bis zum Ende der Förderung einen seinem Alter entsprechenden bestmöglichen Zugriff auf die Schriftsprache und die Welt der Zahlen, sowohl mündlich als auch schriftlich, zu vermitteln.

Mein individueller Ansatz sieht vor, jedes Kind entsprechend seinen Bedürfnissen optimal mit den zur Verfügung stehenden Stunden zu fördern.

Abgesagte Termine werden nach Möglichkeit nachgeholt.

Rufen Sie mich an 0178-3505308 oder schreiben Sie mir eine E-Mail an info@lernfoerderung.de .